Freitag, 18. Juli 2008

Eingewöhnungswoche

Durch das Praktikum bleibt uns leider in letzter Zeit immer wenig Zeit für den Blog, was uns natürlich wirklich leid tut. Auch mangelt es noch an Fotos. Man hat eben leider nicht immer einen Fotoapparat dabei und wenn dann spontan etwas passiert wars dann wieder nichts mit Fotos - wir werden uns angewöhnen demnächst öffter einen dabei zu haben. Die Woche war ansonsten recht ergiebig.
Wir haben inzwischen herausgefunden daß unsere Gastgeberin so eine Art Kettenraucherin ist. Eigentlich nicht weiter schwer darauf zu kommen, stehen doch wirklich überall Zigaretten herum. Im Haus verteilt sicherlich 10000 Stück. Dafür riecht es aber garnicht nach Rauch. Das Wundermittel gegen Ruch und Gestank werden wir noch weiter verfolgen.

Vorgestern haben wir den ganzen Tag in der Produktion verbracht bei einer Supervisorin Namens Annie. Soweit noch recht langweilig. Aus Spaß an der Freude und weil wir so super sind hat sie uns dann auch mal spontan nach Ende unseres Arbeitstages mit nach Montreal zum Shoppen genommen. Wiedermal in eine der Supermalls in denen man sich auch mit Kompas verläuft. Hatten wir mal erwähnt daß Sommerschlußverkauf gepaart mit einem starken Euro wirklich eine schöne Sache ist. Doof nur, daß meine Größe immer ausverkauft ist und Doro unter den kleinsten Größen rangiert. Wir ringen uns dennoch jeder zu einer Jeans durch. Eigentlich wollten wir uns noch wesentlich mer angucken. Wie es aber kommen muß verlaufen wir uns ein wenig in dem Shoppingcenter und sehen bis zum vereinbarten Treffen vielleicht maximal 2/3 der Mall. Macht aber nicht viel. Samstag wird uns Danielle (das ist unsere Gastgeberin) mit ins Outletcenter schleifen. Da musste man uns natürlich lange zu überreden.

Nachdem ich mir gestern beim morgendlichen Duschen in der winzigen Dusche beinahe mein Bein abgerissen habe und nun stets etwas leidend dreinschauend durch die Gegend humple ging es wieder zu unserem allseits geliebten Arbeitgeber. Man möchte mir zwar leider kein Morphium gegen das piekende Bein geben, dafür wühlen wir uns durch hunderte von Akten. Das ist eine gute Nachricht. Wir haben etwas zu tun und es macht auch Sinn. Das ganze wird wohl noch etwas länger so weitergehen. Wenngleich der Schwierigkeitsgrad etwas steigt. Die kommenden drei Wochen steht der Betrieb nämlich still und dementsprechend haben alle unsere Ansprechpartner Ferien :-(
Niemand da außer uns eben - wir gewöhnen uns daran, daß es an der Spitze der Gesellschaft einsam ist.

Die ganze Woche schon hat Danielle uns darauf vorbereitet, daß sie heute nun Freunde einladen wird. Sie bezeichnet das als Party. Wir denken dabei lieber an einen Ü-50 Sitzkreis.
Die Gruppe wird schlußendlich 5 Mann stark und begint Karaoke zu singen. Da haben wir uns 5 Monate vor dem Karaoke singen in Korea gedrückt und nun das. Wie befürchtet bleiben wir nicht verschont und so singen wir im Duett diverse Klassiker und Pop-Schnulzen. Trotz des Alkoholeinflusses schlagen wir uns ganz gut finde ich. Hier werden wir nämlich mehr abgefüllt als ich während meines legendären Frankreichaufenthaltes. Beeindruckend was da alles so rein passt. Zwischen den Gesangseinlagen demonstriert uns Danielle den neuesten Hundetrick. Sie hat eine Spielzeugpistole (So ein Ding das nur knall). Wenn sie in Richtung des Hundes zielt und es knalt fällt der um und legt sich auf den Rücken.

Nachdem das illustere Grüppchen sich schon um 12 nach einem Doppelherz on the Rocks verabschiedet teilt uns Danielle mit, daß sie heute Abend noch ein Blind Date habe. Wir fragen uns inerlich ob wir nun lachen sollen und entscheiden uns dafür nur freundlich zu lächeln....sie hat es ernst gemeint.
Doch bevor sie sich auf den Weg macht teilt sie uns noch mit wie man das Hot Tub nutzt. die Unterbodenbeleuchtung einschaltet und daß ihre Tochter heute nacht bei ihrem Vater wäre. Ach ja und alles ist sichtgeschützt *zwinkerzwinker* Soso.
Da wir bisher diesen Blubberpool noch nicht kennen gelernt haben hüpfen wir natürlich rein. Ich weiß ja nicht wie sie sich das "zwinkerzwinker" so vorstellt, aber dieses Hot Tub macht seinem Namen wirklich alle Ehre. In dem Ding kann man etwas kochen, aber alles andere führt unweigerlich zum Herzstillstand. Dennoch ist das Teil sehr entspannend und als es dann auch noch anfängt leicht zu regneny überlegen wir kurzfristig einfach inmitten der Blubbern zu übernachten. Erste Aufweicherscheinungen erinnern uns daran dies besser zu lassen.

Morgen ist Outlet-Endlos-Shopping angesagt. Um also bei vollen Kräften zu sein fallen wir bald in die Haia. Ratzepühh...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Naja, dass das Haus gar nicht nach Rauch riecht ist vielleicht etwas uebertrieben... aber fuer die Menge der Zigaretten pro Tag riechts relativ wenig.